Mit zwölf Gold-, sieben Silber- und fünf Bronzemedaillen hat Special Olympics Österreich bei den Invitational Games im schwedischen Malmö ein starkes sportliches Ausrufezeichen gesetzt. Mehr als 70 österreichische Sportler:innen und Trainer:innen waren von am vergangenen Wochenende in acht Sportarten im Einsatz und konnten sich in einem hochkarätigen internationalen Teilnehmerfeld bestens behaupten.

Special Olympics Sweden Invitational Games 2026

Rund 2.000 Sportler:innen aus aller Welt waren bei den Invitational Games dabei, rund 1.500 davon kamen aus dem Gastgeberland Schweden. Auch aus Österreich, der Schweiz, Deutschland und von der Isle of Man waren große Delegationen vertreten. „Es waren sozusagen kleinere Weltspiele“, beschreibt Sportdirektor Thomas Gruber die Dimension der Veranstaltung.

Für die österreichische Delegation begann das Abenteuer Malmö bereits am Mittwoch mit der Anreise. Nach zwei Trainingstagen standen am Samstag und Sonntag die Bewerbe auf dem Programm. Dabei blieb wenig Zeit zum Verschnaufen – insbesondere am Sonntag ging es für einige Sportler:innen direkt vom Wettkampf in die Dusche und anschließend zur Abreise. „Es war richtig viel los in diesen Tagen“, so Gruber.

Eine der herausragenden österreichischen Athletinnen war Romana Zablatnik aus Kärnten. Die Schwimmerin ging in Malmö gleich dreimal an den Start und konnte bei jedem ihrer Bewerbe eine Goldmedaille gewinnen. Auch das österreichische Fußballteam zeigte groß auf und sicherte sich in seiner Klasse den Sieg und damit Gold. Für einen besonderen Erfolg sorgte zudem Florian Bittmann aus Graz: Ausgerechnet im traditionell golfbegeisterten Schweden gewann er das 9-Loch-Golfturnier und holte damit ebenfalls Gold für Österreich. Stark präsentierten sich zudem die österreichischen Powerlifter. Mit insgesamt fünf Medaillen bewiesen sie, dass Österreich auch im Kraftdreikampf international konkurrenzfähig ist.

Malmö als Inspiration für Österreich

Neben den sportlichen Erfolgen konnten die österreichischen Teilnehmer:innen auch viele Eindrücke von der Organisation in Schweden mitnehmen. „Der Standort war wirklich perfekt“, erzählt Gruber. Besonders beeindruckt zeigte sich der Sportdirektor von der digitalen Abwicklung der Veranstaltung. „IT-mäßig und online können wir viel von ihnen lernen.“ Gerade für Special Olympics Österreich bietet das wertvolle Anknüpfungspunkte. Der Blick über die Landesgrenzen hinaus sei ein wichtiger Bestandteil solcher internationalen Veranstaltungen, um neue Ideen und Lösungsansätze auch für die eigene Arbeit mitzunehmen.

Zum Beispiel, was die Eröffnungsfeier betrifft. Diese gehört für Gruber zu den besten, die er bei Special Olympics erlebt hat. Gefeiert wurde unter freiem Himmel in einem Park. Obwohl es mitunter regnete, waren alle Delegationen und zahlreiche Zuschauer:innen dabei. Ein DJ sorgte für die musikalische Begleitung. Bemerkenswert: Der offizielle Teil der Eröffnung dauerte gerade einmal rund eineinhalb Minuten, Ansprachen waren nicht notwendig. Danach stand ganz klar das gemeinsame Feiern im Mittelpunkt. „Es war eine richtig coole Eröffnungsfeier“, fasst Gruber zusammen.

Ein besonderer Dank gilt Delegationsbetreuer Andreas Rosborg, der die österreichische Mannschaft während der Tage in Malmö tatkräftig unterstützte und damit wesentlich zum gelungenen Auftritt der Delegation beitrug.

24 Medaillen als starkes Zeichen

Mit insgesamt 24 Medaillen kehrte Special Olympics Österreich aus Malmö zurück. Noch wichtiger als die Medaillenbilanz sind jedoch die vielen sportlichen Erfahrungen, die Begegnungen mit Athlet:innen aus anderen Ländern und die Impulse, die von den Invitational Games mit nach Österreich genommen werden. Malmö hat damit nicht nur gezeigt, dass Österreich sportlich international ganz vorne mitmischen kann – sondern auch, dass Special Olympics bei Organisation, Digitalisierung und Eventgestaltung immer wieder voneinander lernen kann.

Für Special Olympics Österreich geht es nun mit voller Energie in den weiteren Sportherbst. Bereits in den nächsten Tagen und Wochen stehen mit den Österreichischen Meisterschaften im Radsport in Strallegg (12. September), Golf in Thal bei Graz (18./19. September) und in der Leichtathletik in Eisenstadt (6./7. Oktober) sowie dem UNIQA Panther Cup Finale in Altenmarkt/Pongau wichtige Bewerbe auf dem Programm.