Am 2. Juni stand mit dem 4. Wiener Inklusionsderby ein beispielhaftes Fußball-Ereignis im Zeichen von Inklusion und Zusammenhalt auf dem Programm. Erstmals war der ÖFB-Campus, wo Ende Juni auch die Fußballbewerbe der 9. Nationalen Special Olympics Sommerspiele stattfinden, Schauplatz dieses außergewöhnlichen Formats. Dabei legten SK Rapid und FK Austria Wien ihre Rivalitäten beiseite und spielten für den guten Zweck nicht gegen-, sondern miteinander. Mit dabei im von Coca-Cola initiierten und vom ÖFB unterstützten Derby waren mit Andreas Onea, Conny Wilczynski und Fifi Pissecker auch Prominente auf- und abseits des Fußballs.
Das Spiel diente als stimmungsvoller Vorbote für die 9. Nationalen Sommerspiele von Special Olympics Österreich, deren Fußballbewerbe in wenigen Wochen ebenfalls auf dem ÖFB-Campus ausgetragen werden. Die Teams waren bunt gemischt: Spieler:innen der Special Needs Mannschaften, die Frauen- und Mädchen-Teams, Vereinslegenden sowie prominente Unterstützer:innen kicken Seite an Seite – völlig unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Vereinszugehörigkeit. Auch ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzende Josef Pröll ließ es sich nicht nehmen, die Athlet:innen vor Ort anzufeuern und den Ehrenankick vorzunehmen. Mit großem Applaus feuerte auch Maria Rauch-Kallat, Präsidentin des Österreichischen Paralympischen Committees, die Spieler:innen an.
Prominente Spielfreude: Pointen, Paraden und Herzblut
Für besondere Highlights und reichlich Humor auf dem Rasen sorgten die prominenten Mitspieler. Fifi Pissecker versuchte, die gegnerische Abwehr mit Pointen schwindlig zu spielen, und stellte fest, dass sein Schmäh oft schneller läuft als er selbst. „Ich bin zum zweiten Mal dabei, es ist einfach herrlich. Wie die Mädels und Burschen rennen, was sie für eine Freude haben, das ist einfach großartig“, so der Kabarettist. Handball-Legende Conny Wilczynski musste sich mehrmals daran erinnern, dass am ÖFB-Campus der Ball nicht mit der Hand geführt werden darf; „Beim Handball habe ich sicherlich mehr Qualitäten, aber es macht so viel Spaß, hier mitzuspielen. Dieses Spiel ist das perfekte Beispiel, dass Sport verbindet.“ Paralympics-Medaillengewinner Andreas Onea tauscht das Schwimmbecken gegen den Rasen. „Ich liebe den Fußball, aber Liebe führt nicht zwingend dazu, dass man es gut kann“, scherzte der Schwimmer, um anschließend die Kraft solcher Veranstaltungen zu betonen, „dieses Spiel zeigt, dass wir alle die Passion für diesen geilen Sport haben und sie auch ausleben können. Alle sind dabei, das ist das Schöne.“
Stimmen zum 4. Wiener Inklusionsderby:
„Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Inklusionsderby den Geist von Special Olympics an jenen Ort gebracht haben, an dem wir auch unsere Fußballbewerbe der 9. Nationalen Sommerspiele in Wien austragen dürfen. Die Stimmung war großartig und hat die einende Kraft des Sports eindrucksvoll gezeigt.“
Markus Eder, Vorstandsmitglied Special Olympics Österreich
„Inklusion ist uns sehr wichtig, weil wir eine Familie sind und da gehört jeder dazu. Hier beim Inklusionsderby sieht man, alle sind glücklich und die Herzen gehen nicht nur den Spielerinnen und Spielern, sondern auch beim Publikum auf. Man spürt, dass der Fußball viel mehr verbindet, als er trennt. Das ist großartig.“
Dagmar Schmidt, Vizepräsidentin FK Austria Wien
„Diese Veranstaltung dürfen wir bald als traditionelles Sportfest bezeichnen und ich freue mich sehr, dass sie erstmals in der neuen Heimat des rot-weiß-roten Fußballs, dem ÖFB Campus, über die Bühne ging. Es ist eine Freude, wenn Spielerinnen und Spieler mit Spaß am Kicken und großem Engagement wie bei diesem Event dabei sind. Die Begeisterung ist ansteckend, ich bin überzeugt, dass wir noch viele weitere dieser Inklusionsderbys sehen werden, und freue mich darauf, wenn wir die daran teilnehmenden Akteure auch bald wieder bei uns im Allianz Stadion in Hütteldorf begrüßen dürfen.“
Alexander Wrabetz, Präsident des SK Rapid
„Für uns im ÖFB bedeutet Inklusion, dass gezeigt wird, wie man alle Grenzen überwindet, dass Menschen mit besonderen Bedürfnissen, wie Mädchen und Burschen und alle Altersklassen eine Leidenschaft und Freude zeigen. Dieses Spiel heute zeigt, was der Fußball kann und es ist ein tolles Signal.“
Josef Pröll, Aufsichtsratsvorsitzender des ÖFB
„Ich war zum ersten Mal mit dabei und bin begeistert. Diese Freude am gemeinsamen Spielen ist so ansteckend. Das Wiener Inklusionsderby zeigt, wie sehr Fußball verbindet und schafft Sichtbarkeit für Menschen mit Beeinträchtigungen. Wir danken den beiden Wiener Großklubs und dem ÖFB für ihre Unterstützung und ihr Engagement.“
Wolfgang Weixelbaumer, Country Manager Coca-Cola Österreich

Fotos: Tobias Singer
Für den guten Zweck
Der Erlös des Inklusionsderbys durch eine Spende von Coca-Cola Österreich kommt den Special Needs Teams beider Vereine sowie Special Olympics Österreich zugute, um die sportliche Inklusion auch künftig nachhaltig zu fördern. Nach dem sportlichen Teil ließen Spieler:innen und Fans den Tag bei einem gemeinsamen BBQ in gemütlicher Runde am Campus ausklingen.








