Special Olympics Österreich unterstützt die aktuelle Position von Sport Austria im Zuge der laufenden Budgetverhandlungen und warnt eindringlich vor weiteren Einsparungen im Sportbereich.

Nach den bereits beschlossenen Kürzungen würden zusätzliche Einsparungen in der Größenordnung von 20 bis 40 Millionen Euro eine existenzgefährdende Dimension erreichen. „Diese Summen würden gewachsene Strukturen massiv beschädigen und könnten in vielen Bereichen nicht mehr kompensiert werden“, betont Nationaldirektorin Nicole Koch, „Sport ist weit mehr als Freizeitgestaltung: Er ist Motor für Gesundheit, Integration, Inklusion und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Einsparungen in diesem Bereich würden langfristig deutlich höhere Folgekosten verursachen.“

Der organisierte Sport leistet mit seinen 15.000 Vereinen und 560.000 Ehrenamtlichen täglich einen unverzichtbaren Beitrag für Gesundheit, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Auch bei Special Olympics engagieren sich Tausende Ehrenamtliche unentgeltlich.

„Wir brauchen jetzt Planungssicherheit statt weiterer Einschnitte. Zusätzliche Kürzungen von 20 bis 40 Millionen Euro wären existenzgefährdend für den organisierten Sport in Österreich: für den Spitzensport wie für den Breitensport“, so Koch weiter.

Special Olympics Österreich appelliert daher an die politischen Entscheidungsträger, den Sport nicht weiter zu belasten und die angekündigte Trendumkehr bei der Sportförderung in die Umsetzung zu bringen. Investitionen in den Sport sind Investitionen in die Zukunft – gesundheitlich, sozial und wirtschaftlich.

Zur Presseaussendung von Sport Austria
  • Rund 30 Millionen Euro weniger für den Sport
  • Rückgang der staatlichen Fördermittel um rund 13 %
  • Betroffen: Spitzen-, Breiten- und Vereinssport gleichermaßen
  • Rückkehr zum Ausgangsniveau der Besonderen (120 Mio. Euro) und Allgemeinen Bundes-Sportförderung (rund 105 Mio. Euro)
  • Wiedereinführung der erfolgsorientierten Komponente im Glücksspielgesetz
  • Zweckwidmung von mindestens 50 % der erhöhten Wettspielabgabe für den Sport
  • Umsetzung einer umfassenden Infrastrukturoffensive
  • Flächendeckende Ausrollung der täglichen Bewegungseinheit – ohne zusätzliche Belastung des Sportbudgets
  • Maßnahmen zur Entbürokratisierung und Verwaltungsvereinfachung zur Stärkung ehrenamtlicher Strukturen