Der Budgetkonsolidierungsbedarf der Bundesregierung liegt bei kolportierten 15 % in allen Ressorts.

Ein Einschnitt von 15 Prozent des im Ressort-Vergleich relativ kleinen Sportbudgets des Bundes brächte dem Staat nur eine symbolische Ersparnis, während gleichzeitig viele Hebeleffekte des Sports außer Kraft gesetzt würden. Der Schaden wäre um ein X-faches größer als der Nutzen!

Um den Staat mittel bis langfristig zu entlasten, müsste man eigentlich das Gegenteil tun und in den Sport investieren.

Warum man den Sport bei angedachten Budgetkürzungen nicht mit anderen Bereichen über einen Kamm scheren sollte…

Argument Nr. 1

Sparen im Sport ist Sparen am falschen Ort! Denn die ÖGK rechnet mit einem Minus von rund 1 Milliarde Euro. Bringen wir 10 Prozent der Bevölkerung dazu, sich mehr zu bewegen, könnten wir zusätzlich jährlich rund 120 Millionen einsparen.

Argument Nr. 2

Sparen im Sport ist Sparen am falschen Ort! Denn derzeit kostet die Inaktivität 2,4 Milliarden Euro! Wir müssen den Präventionsanteil von nur rund 2 % der 40 Milliarden Gesundheitsausgaben erhöhen.

Argument Nr. 3

Sparen im Sport ist Sparen am falschen Ort! Denn eine Sportstättenoffensive würde mehrfach punkten: der Wirtschaft geht es besser, den Spitzen- und Breiten-Sportler:innen geht es besser, dem Gesundheitssystem geht es besser.

Argument Nr. 4

Sparen im Sport ist Sparen am falschen Ort! Denn eine Reduktion der Sportförderung gefährdet auch das Ehrenamt im Sportverein und damit einen der stärksten Integrationsmotoren.

Argument Nr. 5

Sparen im Sport ist Sparen am falschen Ort! Denn die Sportbranche löst 24,1 Milliarden Euro an direkter und indirekter Wertschöpfung aus und sorgt für 357.000 Arbeitsplätze.

Argument Nr. 6

Sparen im Sport ist Sparen am falschen Ort! Denn viele Spitzensport-Projekte betreffend Nachwuchsleistungssport, Trainer:innen oder Infrastruktur wären dadurch gefährdet. Und ohne Erfolge der Spitze keine Vorbilder für die Breite!

Argument Nr. 7

Sparen im Sport ist Sparen am falschen Ort! Denn zu starke Einschnitte in die Sportförderung gefährden auch die Rolle Österreichs als Gastgeberland und damit zahlreiche sportliche Events.

Viele weitere Argumente würden uns noch einfallen – denn auch für Special Olympics Österreich hätten die Einsparungen im Sport große Auswirkungen. Unsere Veranstaltungen sowie die Förderungen der Trainingseinheiten in allen Bundesländern würden wir in dieser Dimension nicht abhalten können. Und auch Entsendungen zu den Special Olympics World Games würden in dieser Form nicht mehr stattfinden können – Österreich wäre eventuell in Zukunft nur noch Zuseher und nicht mehr aktiver Teilnehmer…

Für unsere Sportler:innen würde das bedeuten: kein Zugang zu Sport, kein regelmäßiges Training, keine Möglichkeit, in der Gesellschaft ihren Platz zu haben, weniger Bewegung und gesundheitliche Folgen – die gerade bei Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen nicht unterschätzt werden dürfen. Als Mitglied von Sport Austria unterstützen wir die Forderung an die Bundesregierung, nicht im Sport zu sparen – denn das ist der falsche Platz!